Checkliste: Was tun mit der Scheidungsimmobilie?

Checkliste: Was tun mit der Scheidungsimmobilie?

Verletzte Gefühle und enttäuschtes Vertrauen lassen eine Scheidung nicht selten zu einer emotionalen Achterbahnfahrt werden. Auch wenn die Trennung beschlossene Sache ist, herrscht oft Ungewissheit, was mit der gemeinsamen Immobilie passieren soll. Damit Ihnen eine Entscheidung leichter fällt, haben wir hier eine kurze Checkliste für Sie zusammengestellt.

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, mit der gemeinsamen Immobilie im Rahmen einer Scheidung umzugehen. Sie kann verkauft oder vermietet werden, einer der Ex-Partner übernimmt sie und zahlt den anderen aus oder entrichtet Miete an ihn. Was im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten.

Oft die erste Wahl: Die Immobilie verkaufen

• Vorteil: Immer dann zu empfehlen, wenn noch Schulden getilgt werden müssen, bevorzugt, wenn die Immobilienfinanzierung noch nicht abgeschlossen ist.

• Nachteil: Wird der Kredit vor Ablauf der Zinsbindung zurückgezahlt, verlangen die meisten Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung.

• Wichtig: Es kann Spekulationssteuer anfallen, wenn Sie vor dem Verkauf weniger als zehn Jahre in der Immobilie gewohnt haben.

• Achtung: Können sich die beiden Ex-Partner partout nicht einigen, droht im schlimmsten Fall eine Zwangsversteigerung. Diese ist in aller Regel mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden.

Möglichkeit zwei: Die Immobilie vermieten

• Vorteil: Sinnvoll, wenn die Immobilie im „Familienbesitz“ bleiben soll.

• Nachteil: Die Verwaltung der Immobilie erfordert Zeit und Engagement. Die anfallenden Arbeiten müssen unter den Ex-Partnern aufgeteilt werden, was zu häufigem Streit führen kann.

• Wichtig: Die gemeinsame Verwaltung einer Immobilie klappt zumeist nur, wenn das Scheidungspaar noch gut miteinander auskommt und die Verantwortlichkeiten einvernehmlich untereinander geregelt werden können.

• Achtung: Ist der Immobilienkredit noch nicht abgelöst, so sollten die Mieteinnahmen ausreichen, um die monatlichen Raten zu decken.

Einer der Ex-Partner übernimmt die Immobilie

• Wichtig: Diese Variante funktioniert nur bei ausreichenden finanziellen Polster. Derjenige, der die Immobilie übernimmt, muss den Ex-Partner auszahlen – und die laufende Immobilienfinanzierung fortführen. Nicht selten verlangen Banken bei nur noch einem Kreditnehmer zusätzliche Sicherheitsaufschläge. Schließlich schlagen auch die Instandhaltungskosten der Immobilie zu einhundert Prozent zu Buche.

• Achtung: Bei diesem Model besteht immer die Gefahr, dass sich der Ex-Partner, der in der Immobilie wohnen bleibt, finanziell übernimmt. Der Schritt sollte folglich besser zweimal und zusätzlich von einem Experten durchgerechnet und kalkuliert werden.

Ein Ex-Partner bleibt wohnen und zahlt Miete an den anderen

• Vorteil: Mögliche Unterhaltszahlungen können mit der Miete verrechnet werden.

• Nachteil: Für den laufenden Kredit haften weiterhin beide Ex-Partner. Wird einer zahlungsunfähig, wird die Restschuld vom anderen eingefordert.

• Achtung: Kann der Kredit nicht wie vorgesehen abbezahlt werden, droht wiederum die Zwangsversteigerung.

Sind Sie unsicher, was die beste Lösung für Ihre Scheidungsimmobilie ist? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Diese Informationen wurden zusammengestellt von Krebs Immobilien e. K., Ihr Immobilienmakler und Immobilienexperte für Heidelberg und die nahe Umgebung. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Dann kontaktieren Sie uns jetzt telefonisch oder per E-Mail.   

Weitere Nachrichten

Suchauftrag

Darum lohnt sich ein Makler-Suchauftrag immer

Sie beobachten die einschlägigen Online-Immobilienportale sehr genau? Sie stellen immer wieder fest, dass es entweder nichts Neues gibt oder für Sie eventuell interessante Häuser in null-komma-nix wieder weg sind? Sie empfinden die permanente Suche bisweilen als zermürbend und anstrengend? Erhöhen Sie Ihre Chancen, eine passende Immobilie zu finden, durch einen Suchauftrag bei einem lokalen Qualitätsmakler. Als registrierter Interessent werden Sie benachrichtigt, bevor der Makler mit der eigentlichen Vermarktung des Objekts beginnt.

Mehr lesen

Eigenkapital

Wie viel Eigenkapital benötige ich für den Immobilienkauf?

Die Zinsen sind wieder leicht gesunken, die Immobilienpreise verharren aktuell auf einem noch moderaten Niveau und staatliche Förderungen ermuntern potenzielle Kaufinteressen, den Traum von den eigenen vier Wänden doch noch zu realisieren. Auch die Banken zeigen sich offen für Immobilienfinanzierungen – ganz gleich, ob der Kauf einer Bestandsimmobilie angedacht ist oder ob gleich ganz neu gebaut werden soll. Eine Position bleibt jedoch relativ unberührt von den volatilen Entwicklungen: Die eherne Frage nach dem benötigten Eigenkapital.

Mehr lesen

Neubau in der Krise.jpg

Der Traum vom eigenen Hausbau kann trotz Krise gelingen

Gestiegene Kosten für Baumaterialien, der inflationsbedingte Höhenflug der Zinsen und fehlende Handwerker haben auch das Baugewerbe im letzten Jahr schwer unter Druck gesetzt. Nun sind die Zinsen wieder leicht gefallen, die meisten Lieferprobleme behoben – und in den Auftragsbüchern der Baufirmen herrscht alles andere als Termindruck. Wer den Plan vom eigenen Hausbau noch nicht ganz ad acta gelegt hat, kann aktuell mit vergleichsweise guten Startbedingungen kalkulieren.

Mehr lesen

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.
Standard aktiviert Tracking- und Analytische-Cookies die uns helfen die Website für Sie zu verbessern.

Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Unsere Seite verwendet Cookies um Session Informationen zu hinterlegen. Diese sind nicht personenbezogen und werden nicht von fremden Servern ausgelesen.

  • Um weitere Informationen zu erhalten, müssen Sie Analytics und Dienste Dritter zustimmen.
    Diese Cookies sammeln Informationen, die uns dabei helfen zu analysieren, wie unsere Webseite verwendet wird und wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind. Dabei werden Daten zum Beispiel mit Hilfe von Google und Facebook ausgewertet. Mithilfe der Analysen aus diesem Cookie können wir Anwendungen für Sie anpassen, um unserer Webseite zu verbessern.

  • Wir verwenden YouTube Videos auf unserer Seite, dabei werden Cookies relevant für YouTube gesetzt