Eine sorgfältige Bonitätsprüfung schützt Verkäufer vor Schaden

Eine sorgfältige Bonitätsprüfung schützt Verkäufer vor Schaden

Sie haben den passenden Käufer für Ihre Immobilie gefunden und der Notartermin liegt schon einige Zeit zurück. Doch scheinbar wie aus heiterem Himmel platzt plötzlich die Finanzierung des Käufers. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Kaufvertrag rückabzuwickeln. Frühere Interessen haben sich längst anders orientiert. Der ganze Vermarktungsprozess muss daher neu gestartet werden. Mit einer umsichtigen Bonitätsprüfung wäre diese Situation zu vermeiden gewesen.

Die Rückabwicklung eines Immobilienverkaufs und eine erneute Vermarktung der Immobilie sind fast immer mit finanziellen Einbußen verbunden. Immobiliensuchende, die eine Immobilie, die eigentlich schon verkauft sein sollte, unverhofft wiederentdecken, werden misstrauisch. Sie fragen sich skeptisch, ob mit der Immobilie etwas nicht stimmt. Das kann sich negativ auf den Verkaufspreis auswirken. Ein kompetenter Immobilienmakler wird daher immer eine Bonitätsprüfung des angehenden Käufers veranlassen.

Das Risiko kennen und richtig einschätzen

Vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages müssen Immobilienverkäufer wissen, ob sich der Interessent den Kaufpreis sowie die Nebenkosten leisten kann. Den Kaufnebenkosten gilt dabei ein besonderes Augenmerk. Zahlt der Käufer beispielsweise die Grunderwerbsteuer nicht, so wird das Finanzamt auch den Verkäufer zur Kasse bitten. Das liegt unter anderem daran, dass im Außenverhältnis sowohl Käufer als auch Verkäufer die Pflicht haben, die Grunderwerbssteuer zu zahlen, damit der Verkauf nicht zulasten des Fiskus geht. Zunächst jedoch wird das Finanzamt die Ausstellung der sogenannten Unbedenklichkeitsbescheinigung verweigern – ohne die der Käufer nicht ins Grundbuch eingetragen werden kann.

Bonität prüfen: Eine Auskunftei in Anspruch nehmen

Um die Bonität eines Käufers zu prüfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine ist die Einholung von Informationen bei einer Auskunftei wie beispielsweise der Schufa. Diese geben in der Regel jedoch nur bei einer Mitgliedschaft Auskünfte – und die Beiträge dafür sind durchaus oft hoch. Außerdem wird bei einer Auskunftserteilung gemäß § 29 Abs. 2 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ein „berechtigtes Interesse“ gefordert. Dieses nachzuweisen, erfordert einiges an Formulierungsgeschick.

Bonität prüfen: Die Selbstauskunft ist üblich

Eine andere Möglichkeit ist die Selbstauskunft des Käufers. So können Verkäufer mit dem Kaufinteressenten vereinbaren, dass der Interessent eine Selbstauskunft bei beispielsweise der Schufa anfordert und dem Verkäufer zukommen lässt. Verkäufer sollten dabei darauf achten, dass die Auskunft aktuell ist. Diese sollte die persönlichen Daten des Interessenten enthalten, Score-Werte, die eine Risikoeinschätzung ermöglichen, sowie positive und negative Zahlungserfahrungen.

Bonität prüfen: Finanzierungszusage der Bank einfordern

Eine weitere Möglichkeit ist die Finanzierungszusage des kreditgebenden Instituts des Kaufinteressenten. Verkäufer sollten darauf achten, dass die Finanzierung gesichert ist und dass der Kredit ausdrücklich zur Finanzierung der Immobilie bestimmt ist. Die Auszahlung des Kredits sollte nicht an zusätzliche Bedingungen geknüpft sein, die eine termingerechte Zahlung verhindern könnten.

Überlassen Sie die Überprüfung der Bonität eines potenziellen Käufers am besten einem qualifizierten Immobilienmakler. Dann können Sie sicher sein, dass auf den letzten Metern nicht noch etwas schiefgeht.

Diese Informationen wurden zusammengestellt von Krebs Immobilien e. K., Ihr Immobilienmakler und Immobilienexperte für Heidelberg und die nahe Umgebung. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Dann kontaktieren Sie uns jetzt telefonisch oder per E-Mail.

Weitere Nachrichten

Verkauf Erbengemeinschaft

Verkauf aus Erbengemeinschaft künftig steuerfrei

Dieses Urteil wird Immobilienerben freuen: Wer eine Immobilie aus dem Nachlass einer Erbengemeinschaft verkauft, muss künftig keine Einkommensteuer mehr zahlen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Er ändert damit seine bisherige Rechtsprechung und schiebt auch der gängigen Praxis der Finanzverwaltungen einen Riegel vor. Unter dem Aktenzeichen IX R 13/22 wurde die Entscheidung der höchsten Finanzrichter nun veröffentlicht.

Mehr lesen

Suchauftrag

Darum lohnt sich ein Makler-Suchauftrag immer

Sie beobachten die einschlägigen Online-Immobilienportale sehr genau? Sie stellen immer wieder fest, dass es entweder nichts Neues gibt oder für Sie eventuell interessante Häuser in null-komma-nix wieder weg sind? Sie empfinden die permanente Suche bisweilen als zermürbend und anstrengend? Erhöhen Sie Ihre Chancen, eine passende Immobilie zu finden, durch einen Suchauftrag bei einem lokalen Qualitätsmakler. Als registrierter Interessent werden Sie benachrichtigt, bevor der Makler mit der eigentlichen Vermarktung des Objekts beginnt.

Mehr lesen

Eigenkapital

Wie viel Eigenkapital benötige ich für den Immobilienkauf?

Die Zinsen sind wieder leicht gesunken, die Immobilienpreise verharren aktuell auf einem noch moderaten Niveau und staatliche Förderungen ermuntern potenzielle Kaufinteressen, den Traum von den eigenen vier Wänden doch noch zu realisieren. Auch die Banken zeigen sich offen für Immobilienfinanzierungen – ganz gleich, ob der Kauf einer Bestandsimmobilie angedacht ist oder ob gleich ganz neu gebaut werden soll. Eine Position bleibt jedoch relativ unberührt von den volatilen Entwicklungen: Die eherne Frage nach dem benötigten Eigenkapital.

Mehr lesen

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.
Standard aktiviert Tracking- und Analytische-Cookies die uns helfen die Website für Sie zu verbessern.

Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Unsere Seite verwendet Cookies um Session Informationen zu hinterlegen. Diese sind nicht personenbezogen und werden nicht von fremden Servern ausgelesen.