Co2-Stuer: Ab 2023 werden auch Vermieter zur Kasse gebeten

CO₂-Steuer: Ab 2023 werden auch Vermieter zur Kasse gebeten

Ab dem 1. Januar 2023 müssen sich Vermieter an der Co2-Abgabe beteiligen. Bislang hatten allein die Mieter die Co2-Steuer für das Heizen mit Erdgas und Öl zu tragen. Ein Stufenmodell regelt die Kostenaufteilung neu – Maßgabe ist dabei die energetische Qualität des Gebäudes. Für einige Vermieter kann es teuer werden.

Wer mit Öl oder Gas heizt, muss seit 2021 eine zusätzliche Abgabe zahlen, die helfen soll, den Co2-Ausstoß in Gebäuden zu senken. Bislang ging das allein zulasten der Mieter. Bei der Klimaabgabe werden nun auch die Vermieter zur Kasse gebeten: Je weniger klimafreundlich die Immobilie ist, desto höher fällt der Vermieter-Anteil aus.

Der Zertifikat-Preis für die Tonne CO₂ steigt weiter

Berechnungsbasis für die CO₂-Steuer ist der jährliche Zertifikat-Preis je ausgestoßener Tonne CO₂. In 2021 waren es 25 Euro je Tonne, in 2022 bereits 30. Grundsätzlich sollte die Erhöhung kontinuierlich fortgeschrieben werden, die Bundesregierung hat die Anhebung für 2023 jedoch aufgrund der gestiegenen Energiepreise einmalig ausgesetzt und es bei den 30 Euro belassen. Ab 2024 klettert der Zertifikat-Preis jedoch weiter, und zwar zunächst auf 35 Euro und ab 2025 dann auf 45 Euro. Ab 2026 schließlich soll der Preis je Tonne CO₂ durch Versteigerung ermittelt werden: Wahrscheinlich ist ein Korridor zwischen 55 und 65 Euro.

Ein Zehn-Stufen-Modell bestimmt über die Verteilung

Für Vermieter von Immobilien mit einem sehr hohen Co2-Ausstoß wird es künftig teurer: Liegt der jährliche CO₂-Ausstoß bei mehr als 52 Kilogramm je Quadratmeter, so müssen sie 95 Prozent des Co2-Preises übernehmen – und nicht, wie im ursprünglichen Regierungsentwurf vorgesehen, nur 90 Prozent. Das verabschiedete Zehn-Stufen-Modell orientiert sich grundsätzlich an den Co2-Kilogramm-Angaben je Quadratmeter: Je geringer sie sind, desto kleiner ist auch der Vermieter-Anteil. Bei 32 bis 37 Kilogramm beispielsweise zahlen Mieter und Vermieter jeweils 50 Prozent, bei sehr effizienten Gebäuden nach Standard EH 55 liegt die Kostenbeteiligung des Vermieters schließlich bei null.

Brennstofflieferanten sind in der Informationspflicht

Um den Mehraufwand für Vermieter zur Ermittlung der jeweiligen Co2-Emissionen je Quadratmeter zu minimieren, müssen sie nun jedoch nicht die entsprechenden Daten der Brennstofflieferanten auf die Fläche herunterrechnen, sondern können auf die Daten aus dem Energie-Verbrauchsausweis zurückgreifen. Gleichwohl unterliegen die Brennstofflieferanten einer grundsätzlichen Informationspflicht, damit Mieter, die sich selbst mit Brennstoffen versorgen, dem Vermieter gegenüber Erstattungsansprüche geltend machen können.

Klimapolitische Lenkungswirkung des CO₂-Preises

Bundesbauministerin Klara Geywitz verteidigte die getroffene Vereinbarung als einen fairen Kompromiss, aufgrund dessen Millionen von Mietern entlastet würden, ohne dass der Co2-Preis seine beabsichtigte, klimapolitische Lenkungswirkung im Gebäudesektor einbüße: Vermieter erhielten einen Anreiz für energetische Sanierungen, Mieter blieben motiviert, ihren Energieverbrauch zu senken.

Möchten Sie wissen, wie sich eine energetische Sanierung auf den Wert Ihrer Immobilie auswirkt? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Diese Informationen wurden zusammengestellt von Krebs Immobilien e. K., Ihr Immobilienmakler und Immobilienexperte für Heidelberg und die nahe Umgebung. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Dann kontaktieren Sie uns jetzt telefonisch oder per E-Mail.

Weitere Nachrichten

Käufer finden

So finden Sie den richtigen Immobilienkäufer

Märkte verändern sich – da macht der Immobilienmarkt keine Ausnahme. Und obwohl das Angebot nach wie vor (zu) knapp ist, müssen Immobilienverkäufer feststellen, dass ihnen potenzielle Käufer nicht mehr die sprichwörtliche Tür einrennen, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Hohe Zinsen und hohe Preise haben das Käuferverhalten nachhaltig gedämpft. Um so wichtiger ist es, effektive Strategien anzuwenden, um mögliche Käufer zu finden und zu überzeugen.

Mehr lesen

Immobilienverkauf die 7 häufigsten Fehler

Vermeiden Sie die sieben typischen Fehler beim Immobilienverkauf

Jeder Immobilienverkauf ist eine emotionale und komplexe Angelegenheit von großer finanzieller Tragweite. Eigentümer unterschätzen oft den Aufwand, der damit verbunden ist. Und nur in den seltensten Fällen ist ausreichendes Wissen und eine profunde Kenntnis der Marktmechanismen vorhanden, um die Vermarktung zügig und erfolgreich voranzutreiben. Deshalb kommt es immer wieder zu den folgend genannten, sieben typischen Fehlern beim Immobilienverkauf.

Mehr lesen

Dokumente Hausverkauf

Wo bekomme ich welche Dokumente für den Immobilienverkauf?

Als Verkäufer wirken Sie überzeugender und seriöser, wenn Sie potenziellen Käufern direkt einen kompletten Satz aller für den Verkauf relevanten Dokument präsentieren können. Zudem ist es mehr als ärgerlich, wenn Sie erst im Gespräch feststellen, dass eine Unterlage fehlt, und Sie sich Zeit erbitten müssen, um sie zu organisieren. Damit das nicht passiert, finden Sie hier eine Liste aller verkaufsrelevanten Dokumente inklusive der Angabe, wo Sie sie bekommen

Mehr lesen

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.
Standard aktiviert Tracking- und Analytische-Cookies die uns helfen die Website für Sie zu verbessern.

Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Unsere Seite verwendet Cookies um Session Informationen zu hinterlegen. Diese sind nicht personenbezogen und werden nicht von fremden Servern ausgelesen.

  • Um weitere Informationen zu erhalten, müssen Sie Analytics und Dienste Dritter zustimmen.
    Diese Cookies sammeln Informationen, die uns dabei helfen zu analysieren, wie unsere Webseite verwendet wird und wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind. Dabei werden Daten zum Beispiel mit Hilfe von Google und Facebook ausgewertet. Mithilfe der Analysen aus diesem Cookie können wir Anwendungen für Sie anpassen, um unserer Webseite zu verbessern.

  • Wir verwenden YouTube Videos auf unserer Seite, dabei werden Cookies relevant für YouTube gesetzt