Der Energieausweis als Effizienz-Steckbrief.jpg

Der Energieausweis als Effizienz-Steckbrief Ihrer Immobilie

Seit mehr als zehn Jahren gibt es ihn nun, den Energieausweis. Prinzipiell ist er ein Steckbrief für die Energieeffizienz eines Gebäudes. Obwohl nur Eigentümer, die ihre Immobilie vermieten, verpachten oder verkaufen möchten, dieses Dokument zwingend benötigen, kann es auch für Selbstnutzer sinnvoll sein, sich einen Energieausweis ausstellen zu lassen. Denn der Ausweis dokumentiert nicht nur den Energieverbrauch einer Immobilie, er gibt außerdem Empfehlungen für kostengünstigen Modernisierungen, mit denen sich die Energiewerte verbessern – und damit der Wert der Immobilie steigern lassen.

Welche Informationen enthält der Energieausweis?

Grundsätzlich zeigt der Energieausweis an, wie energieeffizient eine Immobilie ist. Dazu werden verschiedene, notwendige Kennwerte ermittelt und dargestellt. Dazu gehören der Heizwärmebedarf ((HWB), der Primärenergiebedarf (PEB), die Co2-Emissionen, sowie der Endenergiekennwert. Der Primärenergiebedarf erfasst die gesamte Energiemenge, die durch den Abbau, die Lieferung und die Verarbeitung des jeweiligen Energieträgers entsteht. Also die gesamte Energiekette je nach Brennstoff von der Ölquelle, dem Bergwerk oder dem Baum bis zur Heizung. Wird das Haus beispielsweise mit regenerativen Energien beheizt ist der PEB recht klein.

Eine wichtige Kennzahl ist zudem der Heizwärmebedarf. Er wird in kWh/m2 angegeben. Je niedriger die entsprechende Kennzahl ist, desto besser ist die Energieeffizienz und desto geringer der Energieverbrauch und somit auch die Kosten. Zur Veranschaulichung dienen die bekannten Energieeffizienzklassen von A++ für sehr gut bis G für schlecht.

Brauche ich einen Verbrauchs- oder einen Bedarfsausweis?

Für Eigenheimbesitzer, die ab Oktober 2007 gebaut haben, schreibt der Gesetzgeber einen bedarfsorientierten Ausweis vor. Auch bei Gebäuden, die vor 1977 errichtet, später aber umfassend (über 10 Prozent der Gesamtfläche) saniert wurden oder bei denen nachträglich angebaut wurde, ist ein Bedarfsausweis verpflichtend. Bei allen anderen Wohngebäuden, die entsprechend der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden, genügt ein verbrauchsorientierter Ausweis.

Was spricht für einen Verbrauchsausweis?

Eigentlich nur der geringe Aufwand und die dementsprechend niedrigeren Kosten. Der Energiebedarf der Immobilie wird einfach auf Basis der Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre ermittelt. Größter Nachteil dabei: Weder die klimatischen Bedingungen (Stichwort: milder oder strenger Winter) noch das individuelle Heizverhalten der Bewohner werden als Variable berücksichtigt. Entsprechend ungenau sind die Ergebnisse, beispielsweise wenn das Haus von einem wärmeliebenden Rentner, der den ganzen Tag zuhause ist, bewohnt wurde oder alternativ von einem berufstätigen Pärchen, das regelmäßig Dienstreisen unternehmen musste und häufiger im Ausland Urlaub machte. Der Verbrauchsausweis „ignoriert“ zudem Bausubstanz und energetische Schwächen.

Welche Vorteile hat ein Bedarfsausweis?

Beim Bedarfsausweis werden die Kennwerte für den Energiebedarf rechnerisch auf Basis der Bauunterlagen (Baujahr, Gebäudetyp, Wohnfläche) und der technischen Gebäudedaten unter standardisierten Bedingungen (Klimadaten, Nutzerverhalten, Raumtemperatur) bestimmt. Die so berechneten Kennwerte sind weitaus aussagekräftiger, da sie unabhängig vom individuellen Heiz- und Wohnverhalten Gültigkeit haben. Nachteil des Bedarfsausweises: Da die Erstellung komplizierter und zeitaufwendiger ist, kostet ein Bedarfsausweis in aller Regel mehr.

Wer stellt den Energieausweis aus und wie lange ist er gültig?

Den Energieausweis dürfen laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) nur Personen mit besonderen Aus- oder Weiterbildungen oder entsprechender Berufspraxis ausstellen. Dazu gehören beispielsweise Architekten, Ingenieure und Handwerker, aber auch Energieberater. Vorsicht bei Billigangeboten aus dem Netz: Als Auftraggeber sind Sie verpflichtet, sich von der entsprechenden Qualifikation des Dienstleisters zu überzeugen. Der Energieausweis ist zehn Jahre gültig.

Haben Sie Fragen zum Energieausweis? Oder können wir Ihnen anderweitig helfen? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Diese Informationen wurden zusammengestellt von Krebs Immobilien e. K., Ihr Immobilienmakler und Immobilienexperte für Heidelberg und die nahe Umgebung. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Dann kontaktieren Sie uns jetzt telefonisch oder per E-Mail.

Weitere Nachrichten

Suchauftrag

Darum lohnt sich ein Makler-Suchauftrag immer

Sie beobachten die einschlägigen Online-Immobilienportale sehr genau? Sie stellen immer wieder fest, dass es entweder nichts Neues gibt oder für Sie eventuell interessante Häuser in null-komma-nix wieder weg sind? Sie empfinden die permanente Suche bisweilen als zermürbend und anstrengend? Erhöhen Sie Ihre Chancen, eine passende Immobilie zu finden, durch einen Suchauftrag bei einem lokalen Qualitätsmakler. Als registrierter Interessent werden Sie benachrichtigt, bevor der Makler mit der eigentlichen Vermarktung des Objekts beginnt.

Mehr lesen

Eigenkapital

Wie viel Eigenkapital benötige ich für den Immobilienkauf?

Die Zinsen sind wieder leicht gesunken, die Immobilienpreise verharren aktuell auf einem noch moderaten Niveau und staatliche Förderungen ermuntern potenzielle Kaufinteressen, den Traum von den eigenen vier Wänden doch noch zu realisieren. Auch die Banken zeigen sich offen für Immobilienfinanzierungen – ganz gleich, ob der Kauf einer Bestandsimmobilie angedacht ist oder ob gleich ganz neu gebaut werden soll. Eine Position bleibt jedoch relativ unberührt von den volatilen Entwicklungen: Die eherne Frage nach dem benötigten Eigenkapital.

Mehr lesen

Neubau in der Krise.jpg

Der Traum vom eigenen Hausbau kann trotz Krise gelingen

Gestiegene Kosten für Baumaterialien, der inflationsbedingte Höhenflug der Zinsen und fehlende Handwerker haben auch das Baugewerbe im letzten Jahr schwer unter Druck gesetzt. Nun sind die Zinsen wieder leicht gefallen, die meisten Lieferprobleme behoben – und in den Auftragsbüchern der Baufirmen herrscht alles andere als Termindruck. Wer den Plan vom eigenen Hausbau noch nicht ganz ad acta gelegt hat, kann aktuell mit vergleichsweise guten Startbedingungen kalkulieren.

Mehr lesen

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.
Standard aktiviert Tracking- und Analytische-Cookies die uns helfen die Website für Sie zu verbessern.

Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Unsere Seite verwendet Cookies um Session Informationen zu hinterlegen. Diese sind nicht personenbezogen und werden nicht von fremden Servern ausgelesen.

  • Um weitere Informationen zu erhalten, müssen Sie Analytics und Dienste Dritter zustimmen.
    Diese Cookies sammeln Informationen, die uns dabei helfen zu analysieren, wie unsere Webseite verwendet wird und wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind. Dabei werden Daten zum Beispiel mit Hilfe von Google und Facebook ausgewertet. Mithilfe der Analysen aus diesem Cookie können wir Anwendungen für Sie anpassen, um unserer Webseite zu verbessern.

  • Wir verwenden YouTube Videos auf unserer Seite, dabei werden Cookies relevant für YouTube gesetzt